Blog Momentum Tag 6: Schreiben – Sprache zu Papier gebracht


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Du lernst eine Sprache? Wenn dich jemand fragt, wofür du die Sprache lernst, was sagst du dann? Meistens antworten dann die Menschen: „Weil ich mit den Menschen in Italien/Spanien/Frankreich/Schweden/Griechenland/England sprechen möchte“. Seltener wird allerdings der Grund genannt: „Weil ich gerne in Italienisch/Spanisch/Französisch/Schwedisch/Griechisch/Englisch schreiben möchte“.

Schreibst du gerne?

Daher meine Frage an dich: Schreibst du gerne? Schreibst du lieber mit der Hand oder mit dem Computer? Schreibst du in deiner Lernsprache?

Ich schreibe gerne!

Sehr gerne sogar. Ich schreibe nicht nur meine Blogartikel, sondern auch nahezu mein komplettes Unterrichtsmaterial – das alles natürlich mit dem Computer. Auch habe ich etliche Mailfreunde und -freundinnen – sozusagen als logische Fortsetzungen der früheren Brieffreundschaften, die ich schon seit der 6. Klasse meiner Schulzeit habe.

Allerdings schreibe ich auch viel mit der Hand. Dafür habe ich einen tollen Füller, bei dem ich ganz eigen bin: Mit meinem Füller darf nur ich schreiben, niemand sonst. Es ist ein Füller, der genau zu mir passt, den ich mir ausgesucht habe wegen der Farbe, des Schreibgefühls, der Handschrift, die ich damit habe. Die Handschrift ist nämlich viel schöner als wenn ich mit einem Kugelschreiber schreibe! (Übrigens: Ich hasse Kugelschreiber!) Mein derzeitiger Füller ist übrigens erst der 3. Füller überhaupt in meinem Leben – den ersten Füller habe ich mir von meinem erstverdienten Geld gekauft. 25 Jahre hat er mir treue Dienste erwiesen, bis er eines Tages beschlossen hat, auszulaufen. Mit dem zweiten Füller hatte ich leider kein Glück, aber jetzt, mit meinem 3. Exemplar, bin ich wieder glücklich – wir haben uns gesucht und gefunden.

Warum schreibe ich?

Ich schreibe, weil ich damit Kontakt zu meinen in- und ausländischen Freunden halten kann. Ich schreibe auch, weil sich dadurch meine Lerninhalte in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch besser festigen und in meinem Gedächtnis haften bleiben. Ich schreibe, weil ich davon überzeugt bin, dass diese Hand-Gedächtnis-Verbindung gut für das Lernen ist. Ich schreibe, weil ich meinen Blog befüllen möchte – ja, möchte: Nicht weil ich muss, sondern weil es mir eine Riesenfreude ist! Und ein bisschen auch, weil dann meine Familie nicht meine ganze Besserwisserei abbekommt – nein, das war ein Scherz! Ich schreibe aber hauptsächlich, weil es mir einen riesigen Spaß macht zu schreiben.

Eine kleine Eigenart habe ich auch noch – meine Schüler kennen sie: Ich kann nichts erklären, ohne einen Zettel und einen Stift in der Hand zu haben. Wenn ich erkläre, muss ich aufschreiben. Daher sind auch meine Tafelbilder im Unterricht berühmt-berüchtigt (und werden manchmal sogar von meinen Kursteilnehmern per Handy abfotografiert).

Durch das Schreiben habe ich auf jeden Fall meine Berufung gefunden.

Probiere auch du es aus!

Wie wäre es, wenn du das auch einmal probieren würdest? Ich bin mir sicher, dass es dir – mit dem richtigen Handwerkszeug – auch gefallen wird! Lass es einfach mal darauf ankommen, schreibe ein Lerntagebuch oder melde dich per Mail oder Brief bei deinen ausländischen Freunden! Du wirst sehen, dass du so viel zurückbekommen wirst. Und ganz nebenbei wirst du auch noch sukzessive deine Sprachkenntnisse verbessern, denn nicht umsonst heißt es: Einmal geschrieben ist siebenmal gelesen.

 

2 Kommentare

  1. Hallo Christine,
    ich bin auch so ein „Schreiber“ – und Füller liebe ich ebenfalls. Inzwischen habe ich richtig viele, von ganz teuer (so ein Pelikan mit Goldfeder) bis absolut billig (Preppy Pen). Mein Lieblingsfüller verstopft leider mit verschiedenen Tinten (Super5) aber ich liebe ihn wegen seines Gewichts und der Feder.

    Einmal geschrieben ist siebenmal gelesen: Den Spruch kannte ich noch nicht, aber ich kann ihn … unterschreiben! 😉

    Übrigens möchte ich Spanisch in erster Linie lernen, um zu lesen. Garcia Marquez und Allende im Original – das ist mein wahrer Traum. Wahrscheinlich klappt es deshalb mit dem Sprechen nicht so gut.

    Zauberhafte Grüße
    Birgit

    • Christine

      27/10/2016 at 17:36

      Hallo Birgit,

      mein erster Füller war ein Waterman. Mein zweiter war ein Cross-Füller, im Umtausch dann ein Faber-Castell: Beide waren nicht für mich gemacht (obwohl sie richtig teuer waren). Momentan schreibe ich mit einem Online-Füller aus satiniertem Metall für nur 30 Euro und der Füller ist super!

      Ich schwöre dir, du willst Spanisch nur deshalb nur zum Lesen lernen, weil du so Leute wie Carlos, Daniel, Carlota und Estrella noch nicht kennst! Wer diese Menschen sind? Das sind einige meiner Tandempartner, welche inzwischen auch gute Freunde sind. Die stellen García Marquez und Allende schon hundert Mal in den Schatten! Und Bücher im Original kann ich ja trotzdem lesen, wenn mir zwischen all den Gesprächen, WhatsApp-Nachrichten und Besuchen überhaupt noch Zeit dafür bleibt.

      Viele Grüße
      Christine

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