Der Lerner hat das Wort: Frank Albers – Coach und Blogger bei einfach-effektiv.de

Der Lerner hat das Wort Frank AlbersHeute gibt es die zweite Ausgabe der Rubrik „Der Lerner hat das Wort“. Diesmal habe ich Frank Albers um ein Interview gebeten, auch ihn habe ich über Facebook kennengelernt. Vor einigen Wochen habe ich bei ihm einen Gastartikel zum Thema „Mehr Selbstvertrauen beim Sprachenlernen“ geschrieben.

Ich lese regelmäßig seinen Blog, höre seinen Podcast, habe natürlich auch sein Trellobuch gekauft und finde seine Arbeit großartig. Hier erzählt er dir nicht nur von seinen Projekten, sondern auch, wie er eine Sprache lernt. Da ist sicherlich der ein oder andere Tipp für dich dabei! Jetzt aber übergebe ich an …

Frank Albers

Erzähle mir ein bisschen von dir – wer bist du, wo wohnst du, was arbeitest du? Was ist dein aktuelles Projekt?

Frank-Albers

Mein Name ist Frank Albers. Ich bin seit über 20 Jahren selbständiger IT-Projektleiter, sowie Blogger, Autor, Trainer und Coach für erfolgreiches Selbstmanagement.

Letzte Woche erschien auf Amazon mein Buch „Trello – Agiles Zeitmanagement: Mit mehr Produktivität endlich Dinge geregelt kriegen„, darin geht es um das Organisationstool Trello und wie du damit deine täglichen Aufgaben und Projekte einfach und effektiv organisieren und planen kannst.

Dein Blog und dein Podcast sind sehr interessant. Warum hast du sie gestartet? Worum geht es genau?

Auf meinem Blog www.einfach-effektiv.de  und in meinem Podcast bei iTunes http://bit.ly/e-e-itunes dreht sich alles um die Themen Selbstmanagement und Projektmanagement für Solo-Unternehmer. Das Leben wird heutzutage immer stressiger und der berufliche Druck steigt ständig. Damit einhergehend hat die Zahl der psychischen Erkrankungen wie Erschöpfungszuständen, Burn-out-Syndrom usw. drastisch zugenommen.

Das Motto meines Blogs heißt „ Mehr Produktivität. Mehr Erfolg. Mehr Lebensqualität.“ Ich möchte meinem Publikum durch meine Blog-Artikel, Podcasts, Online-Kurse und Coachings sowohl Anregungen, als auch Hilfestellungen bieten, um ihre persönlichen Ziele zu erreichen, mehr Erfolg zu haben und – ganz wichtig – dabei auch noch entspannter durchs Leben zu gehen.

Wenn du eine neue Sprache lernst, welche Strategie verfolgst du? Wie lernst du?

Ich muss zugeben, dass es mir wesentlich leichter fällt, mir neues technisches Wissen anzueignen, als eine neue Sprache zu lernen. In der Schule habe ich das kleine Latinum erworben und hatte seit der fünften Klasse Englischunterricht. Gerade Englisch hat mich in meinem Beruf sehr viel weitergebracht, weil  – gerade im IT-Bereich – Englisch der Standard ist.

Wie hat sich dein Lernen im Laufe der Jahre verändert?

In der Schule habe ich nicht gerne gelernt. Die Lehrer haben es nicht geschafft, mir den praktischen Sinn des Lehrstoffes für das spätere Leben nahezubringen. Dementsprechend habe ich immer nur das Nötigste gelernt. Das hat sich radikal verändert. Ich lerne nur noch die Dinge, die mir Spaß machen und mich beruflich weiterbringen.

Ich habe wahrscheinlich so um die dreißig Zertifizierungsprüfungen im IT-Bereich abgelegt und musste dafür vorher ordentlich büffeln. Aber ich war ausreichend motiviert, weil ich wusste wofür ich das mache. Die Motivation ist unglaublich wichtig für den Erfolg. Das gilt nicht nur für Sprachen, sondern für jeden Lebensbereich.

 

Hast du eine Lieblingssprache?

Italienisch! Ich liebe den melodischen Klang der Sprache.

In der Schule hatte ich sogar sechs Monate an einem Italienisch-Kurs teilgenommen – obwohl es kein Pflichtfach war 😉

 

Gibt es Blogs oder Podcasts, denen du regelmäßig folgst? Diese können aus dem Sprachenbereich sein, müssen aber nicht!

In einem Lebensbereich bin ich ziemlich unmotiviert und kann jede Hilfe gebrauchen. Aus diesem Grunde höre ich Podcast von Alex Broll „Einfach-lebensfroh“  und  lese den Ausdauerblog von Torsten Pretzsch.  Mein Kollege Benjamin Floer beleuchtet mit seinem Podcast „Zeitmanagement“ das Thema Produktivität aus dem Blickwinkel eines Seelsorgers. Und Johann Anders betrachtet das Thema Selbstmanagement mit seinem „Lean Lernen“ aus einer weiteren Perspektive. Naja, und Thomas Mangold und Ivan Blatter sind sowieso Kult 😉 Zwischendurch höre ich auch mal englische Podcasts wie z.B. den von Pat Flynn.

Welche Materialien nutzt du zum Sprachenlernen und zum Lernen allgemein?

Als IT-Projektleiter bewege ich mich viel im internationalen Umfeld. Die Dokumentation und die Geschäftssprache sind dann in Englisch. Die Konzerne haben überall auf der Welt Geschäftsstellen und der Helpdesk sitzt z.B. in Ungarn und die Softwareentwickler in Indien.

Mittlerweile ist das für mich eher Learning-by-doing. In meiner Anfangszeit habe ich allerdings  auch Kurse bei Bildungsinstituten besucht. Besonders gefallen hat mir die Form des Blended Learning gefallen: Eine Kombination aus Vor-Ort-Unterricht, Online-Sessions und Selbststudium.

 

Woher nimmst du deine Motivation zum Lernen (nicht nur von Sprachen)?

Wie zuvor schon erwähnt: Die Frage nach dem WARUM muss geklärt sein. Wenn ich ein Ziel habe und weiß, wofür ich etwas  lerne, ist Motivation kein Problem mehr.

 

Was würdest du einem Lerner empfehlen, der mit einer neuen Sprache beginnen möchte? Wie soll er anfangen? Wie wichtig findest du Grammatik?

Meiner Meinung nach sind Vokabeln das Wichtigste. Grammatik kommt erst später.

Wie wichtig ist deiner Meinung nach Talent?

Talent ist ein hilfreiches Kriterium, um eine bestimmte Sache zu lernen. Talent ist hilfreich, aber kein Garant für den Erfolg. Wenn man befriedigende oder sogar gute Ergebnisse erzielen möchte, braucht es meiner Meinung nach vor allem  Fleiß, Geduld und Ausdauer.

Außerdem habe ich festgestellt, dass man immer methodisch vorgehen sollte. Es kommt gar nicht so sehr auf die Methode selbst an, sondern es wichtig, sich überhaupt eine Struktur und ein Ziel vorzugeben.

 

Wie viel Zeit investierst du in das Sprachenlernen? Wie viel Zeit in das Lernen allgemein?

Das ist ganz unterschiedlich. Es kommt auch darauf an, was man darunter versteht. Wenn ich mal keine „englischen“ Projekte habe, dann kommt es vor, dass mir Vokabeln nicht mehr einfallen. Ich verstehe zwar immer noch (fast) alles, aber manchmal fehlen mir doch erstmal die Worte.

Damit ich im Training bleibe, schaue ich mir in Amazon Prime oder Netflix meine  Lieblings-Serien oder –Filme in der Originalversion an. Falls ein Film zu schwierig ist, schaue ich ihn zuerst auf Deutsch und danach nochmals auf Englisch.

 

Du weißt, dass du ein Sprachen-Nerd bist, wenn du …

… nach dem Aufwachen in einer anderen Sprache denkst.

 

Gibt es noch Dinge im Leben, die du unbedingt noch machen möchtest? Gibt es eine Art Bucket-List?

Gute Frage. Da muss ich erstmal nachdenken. Es ist nicht so, dass ich keine Wünsche mehr hätte, aber meine Frau und ich haben vor ein paar Jahren beschlossen, uns unsere Wünsche so schnell wie möglich zu erfüllen, anstatt sie weiter aufzuschieben.

Ausschlaggebend hierfür war der viel zu frühe Tod eines guten Freundes. So habe ich beispielsweise damit begonnen, Offroad-Enduro zu fahren und so meinem Männer-Spieltrieb nachzugeben. Meine Frau wollte immer schon mal eine Kreuzfahrt ans Nordkap bzw. Spitzbergen und Island machen. Mittlerweile waren wir schon zweimal da.  Die nächste Kreuzfahrt findet dieses Jahr statt. Ich finde, dass Leben ist viel zu kurz für lange Bucket-Listen. Mmh..Paragliding wäre eventuell noch was 😉 Mal sehen…


Vielen Dank, lieber Frank, für dieses Interview!

Bist du neugierig auf Frank geworden? Dann schaue doch bei ihm vorbei unter einfach-effektiv.de

Ein Besuch lohnt sich!

2 Kommentare

  1. Oh, mein Podcast ist Kult? Vielen Dank, ich fühle mich geschmeichelt. 🙂
    …und Gratulation zu dem tollen Interview hier!

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