Fehler sind wichtig beim Lernen!

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Die meisten Lerner hassen es, Fehler zu machen.

Sie befürchten, dass sie sich blamieren, dass sie sich nicht verständlich ausdrücken oder dass ihre Gesprächspartner über sie lachen könnten.

Aber sind Fehler wirklich so schlimm? Musst du immer perfekt sein?         
Sicherlich bist du nicht in der Lage, den Mount Everest zu besteigen. Hörst du jetzt mit dem Bergwandern auf?


Sicherlich kannst du keinen Halbmarathon in 1 Stunde laufen. Hörst du jetzt auf zu laufen?


Sicherlich bist du auch in anderen Bereichen deines Lebens nicht perfekt – hörst du jetzt mit allen Aktivitäten auf?


Sicherlich nicht.

Und warum nicht?

Weil es auf Perfektion überhaupt nicht ankommt. Leidenschaft, Begeisterung und Spaß an der Sache sind viel wichtiger.

Du musst also auch beim Sprachenlernen nicht perfekt sein.

Du findest Ausländer, wenn sie beim Sprechen deiner Muttersprache Fehler machen, charmant – warum versuchst du im Gegenzug, Fehler in deiner Lernsprache um jeden Preis zu vermeiden?

Was denkt dein Gesprächspartner von dir?

Gehe einfach davon aus, dass dein Gesprächspartner, mit dem du Englisch, Italienisch oder Französisch sprichst, das genauso sieht wie du.

Er wird dir Verständnis entgegenbringen, wird deine Bemühungen zu schätzen wissen und wird dir helfen, wo immer er kann.

Du würdest es bei Lernern deiner Muttersprache doch genauso handhaben, oder?

Bleibe neugierig!

Viel wichtiger als das krampfhafte Vermeiden von Fehlern ist es, sich eine gewisse Neugier und eine Risikobereitschaft zu bewahren.

Du sammelst Erfahrungen und lernst daraus.

Dadurch ergeben sich immer neue Lernsituationen, die dich in deiner Lernsprache immer besser werden lassen. Und wenn du Fehler machst – na und?

Fehler sind wichtig – du kannst viel aus ihnen lernen!

Bitte um Korrekturen

Wenn du das Maximale aus deinen Lerneinheiten mit Muttersprachlern herausholen willst, dann bitte aktiv um Korrektur.

Natürlich muss nicht jede Kleinigkeit verbessert werden.

Aber es ist sicherlich hilfreich, ab und zu eine Rückmeldung zu erhalten und vor allem auf die sehr störenden Fehler hingewiesen zu werden.

Führe ein Fehlerprotokoll

Bist du jemand, der sehr strategisch vorgeht?

Dann kannst du ein Fehlerprotokoll führen. Nimm dir ein Heft oder Karteikarten und schreibe dir deine Fehler auf.

Vergiss nicht, den Fehler zu korrigieren und einige Beispiele zu notieren.

Gehe diese Notizen dann von Zeit zu Zeit durch – du wirst sehen, dass das eine sehr wirkungsvolle Methode der Fehlerreduzierung ist.

Das Wichtigste ist aber:

Akzeptiere, dass du Fehler machst. Wir alle machen Fehler sogar in unserer Muttersprache, warum dann nicht in einer Lernsprache?

Es kommt letztendlich nur darauf an, daraus zu lernen.

Lasse dir doch von Fehlern nicht den Spaß am Lernen vermiesen!

Deshalb: Viel Spaß beim Lernen!

Christine

4 Kommentare

  1. Vielen Dank fuer Ihren Helfen. 🙂

  2. Hallo Christine,
    ich bedanke mich bei Dir, für Deine Hilfe 🙂

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