Zeit für mehr Kreativität – Lebendig lernen mit Mind Maps – Teil 2

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Du erinnerst dich sicher noch an den Artikel „Mind Maps – so kommt Kreativität in dein Lernen„. Heute gibt es einen Folgeartikel dazu, diesmal aber nicht von mir, sondern von Laura Overhoff, die für die Lernplattform GoConqr arbeitet.

Ich übergebe also das Wort an Laura und bedanke mich sehr für diesen tollen Artikel und die Zusammenarbeit!

Zugegeben, jeder lernt Sprachen anders und mit verschiedenen Methoden. Karteikarten, Podcasts oder Quizabfragen – Die Auswahl ist groß.

Oft übersehen werden Mind Maps, die jedoch viel Potential bieten, langfristig Erfolg beim Sprachenlernen zu haben.

Besonders hilfreich und effizienzssteigernd sind Online-Mind-Maps, deren Vorteile im Folgenden skizziert werden.

Das Mind-Map-Konzept

Zum Einstieg sei schnell das Mindmap-Konzept erläutert:

Bei einer Mind Map geht es darum, Schlagwörter oder kurze Sätze sowie Ideen miteinander zu verknüpfen.

In der Mitte einer Mind Map befindet sich das Hauptthema, wovon sich die Unterthemen und –begriffe abzweigen.

Das Resultat ist ein Netz miteinander verknüpfter Punkte.

Mind Maps als Überblick

Generell gilt, dass Mind Maps durch ihre übersichtliche Aufteilung einen exzellenten Einblick in ein Thema bieten.

Schnell ist alles Wichtige stichpunktartig zusammengefasst, wie etwa Vokabeln für Reisen und Urlaub.

Mind Maps bieten sich jedoch nicht nur für den Eigengebrauch, sondern auch für die Verwendung im Klassenraum an, um schnell und präzise Informationen zu vermitteln.

Anstatt 20 Minuten Bücher über die Wortarten zu wälzen, kann durch eine Mind-Map-Übersicht wertvolle Zeit gespart und Nomen, Adjektiv, Objekt etc. schnell in Relation zueinander gesetzt werden.

Die gesparte Zeit kann gut für Klassendiskussionen oder eine dazugehörige individuelle Übung genutzt werden.

Allrounder

Mind Maps sind vielfältig einsetzbar.

Wer jetzt nur an schnelle Vokabeleinblicke dachte, lag falsch.

Möglich ist auch das Kreieren grammatikalischer Zusammenfassungen, etwa für die verschiedenen Zeiten einer Sprache.

Diese lassen sich durch Mind-Map-Knoten mit Signalwörtern und einem Beispielsatz verknüpfen.

Nicht minder hilfreich sind sie bei Gruppenarbeiten.

Die Kooperation kann einfacher vonstatten gehen, wenn in einer Mind Map erste Ideen gesammelt und miteinander verknüpft werden können.

Durch die Verbindungserstellung sowie visuelle Festschreibung der Gesprächsergebnisse werden meist deutlich bessere Fortschritte erzielt.

Egal welche Thematik für den eifrigen Sprachenlerner ansteht – die Grammatik, die Zusammenfassung eines Buchs oder erste Ideen für einen Aufsatz in der neuen Sprache – sie kann umgehend in einer Online-Mind-Map festgehalten und jederzeit erweitert werden.

Und dies gilt, wie erwähnt, auch für Gruppenarbeiten im Sprachunterricht – etwa das Sammeln erster Eindrücke zum neuen Lehrbuchkapitel.

Hier ist ein Beispiel für eine Mind Map dieser Art zu den verschiedenen Englischzeiten

Visuell ansprechend

Es ist wichtig Lerninformationen visuell ansprechend aufzubereiten.

Sprachen sind lebendig. Das sollte auch das Lernmaterial sein.

Was bringen seitenweise schwarz-weiße Textwüsten, wenn das Essentielle kurz und knapp in bunten Mind Maps dargestellt werden kann?

Verschiedenfarbige Denkblasen und die Einbindung von Bildern sowie anderen Lernmaterialien (wie im Falle der Online-Mind-Maps von GoConqr) erleichtern das Aufnehmen jeglicher neuer Infos erheblich und erhöhen die Lerneffizienz enorm.

Diese Stimulanz durch visuelle Elemente bestätigte in der Vergangenheit bereits die Wissenschaft.

Kreativitätsförderung

Karteikarten sind vermutlich der Lernklassiker für neue Sprachen. Ein kreatives Lernmittel sind sie jedoch weniger.

Mind Maps können hingegen den wahren Künstler in einem wecken.

Eine reiche Farbpalette, diverse Verknüpfungsarten, Medieneinbindungen und die Möglichkeit eigener Layouts runden dieses Lerntool ab.

Wenn etwa ein Deutschlernender verschiedene Baumarten kennenlernt, wieso dann nicht das ganze in Baumform darstellen, um das fotografische Gedächtnis anzuregen?

Besonderheiten von Online-Mind-Maps

All die erwähnten Eigenschaften sollten Online-Mind-Maps für jeden Sprachlernenden unverzichtbar machen.

Hinzu kommt noch, dass sie im Gegensatz zur Papierform einfach per Klick in Lerngruppen zu teilen sind.

Und lästiges Radieren und neu Anordnen bleibt ebenfalls aus, da alle Knoten stets einfach per Mausklick umpositioniert werden können.

Fazit

Wir halten demnach fest: Wer auf mehr Abwechslung beim Sprachenlernen abzielt, bessere Überblicke und ansprechendes Lernmaterial sucht und Zeit sparen will, sollte Mind Maps mit in das Lernrepertoire aufnehmen. Gleich loslegen kann man damit zum Beispiel unter GoConqr

3 Kommentare

  1. Anette Weiss

    23/09/2015 at 08:29

    Vielen Dank für die Anregung – das ist auch eine schöne Idee für meinen Geldunterricht in der Schule!
    LG Anette

    • Liebe Anette,
      Geldunterricht hört sich ja interessant an. Was ist das genau? Bist du Lehrerin? Und schön ist natürlich, dass dir die Grundidee gefällt! Liebe Grüße Christine

  2. Danke, dass ich mit dir zusammenarbeiten durfte, liebe Birgit

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