Wie du dir deinen eigenen Vokabelschatz aufbaust Teil 2

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Hast du dir schon einen oder zwei Vorschläge aus der Liste der letzten Woche ausgesucht?

Oder hast du beschlossen, auf den zweiten Teil zu warten?

Hier ist er: Heute sind es wieder sieben Vorschläge, die sich noch weiter von klassischen Lernen entfernen – probiere aus, was dir gefällt und gestalte dir dein Lernen so angenehm wie möglich!

Hier also die Liste Teil 2:

1) Kombiniere die Vokabeln deiner Lernsprache mit einem Wort deiner Muttersprache, das sich ähnlich anhört.

Beispiele sind:

admirer = bewundern; Bild: Admiral wird bewundert, weil er so geschmückt ist (französisch)

le panier = Korb; Bild: paniert – Panierte Schnitzel liegen im Korb (französisch)

spazzolino = Zahnbürste, Bild: Spatz putzt sich die Zähne mit der Zahnbürste (italienisch)

each = jede – Jede Küchentür quietscht (englisch)

tandem = endlich – ein Tandem ist ein sehr langes Fahrrad; endlich hört das Tandem auf (lateinisch)

mantel = Tischdecke – über einen Tisch wird ein Mantel als Tischdecke ausgebreitet (spanisch)

Auch wenn dir diese Technik ein bisschen seltsam vorkommt, probiere sie unbedingt einmal aus! Je mehr du übst, desto leichter fallen dir Eselsbrücken und Verbindungen ein.

Und Spaß macht es außerdem.


2) Wenn du ein bisschen Zeit hast, assoziiere frei.

Nimm ein Blatt Papier, schreibe etwa 20 Vokabeln (mit Hauptwörtern ist es am Anfang am einfachsten) in zwei Spalten à 10 Vokabeln untereinander und erkläre dann den Zusammenhang in deiner Lernsprache zwischen dem jeweils links und rechts stehenden Wort.

Kreativität ist gefragt!

Dadurch prägst du dir nicht nur die Wörter ein, sondern schulst auch noch deinen mündlichen Ausdruck und übst das Paraphrasieren, also das Umschreiben.

Du wirst staunen, auf welche Verbindungen du im Laufe der Zeit kommst!


3) Nutze Wordle

Wordle ist ein Programm, das „word clouds“ aus Texten oder Wortlisten generieren kann.

Diese „word clouds“ können in Farbe, Form und Schriftart angepasst, ausgedruckt und als Lernhilfe genutzt werden.

Das Programm ersetzt natürlich nicht das klassische Vokabel-Lernprogramm, ist aber eine nette Abwechslung, um Themenwortschatz einmal etwas anders aufzubereiten.

Durch die Variationsmöglichkeiten in Farbe und Form ist es besonders für visuelle Lerntypen geeignet. Ein Beispiel für Grammatikbegriffe im Italienischen:


Das Programm gibt es unter www.wordle.net

Achte darauf, dass auf deinem Computer die Verwendung von Java aktiviert ist, sonst funktioniert das Programm nicht.


4) Nutze ein Kreuzworträtselprogramm

Hast du schon einmal dein eigenes Kreuzworträtsel erstellt?

Es geht wirklich einfach, wenn du das entsprechende Programm nutzt!

Du gibst in die Eingabemasken deine Fragen und Antworten ein, klickst auf „Generieren“ – und in wenigen Sekunden generiert dir das Programm dein eigenes Kreuzworträtsel.
Was aber kannst du als Fragen und Antworten eingeben?
Wichtig ist nur, dass die Antworten nur aus einem Wort bestehen und eindeutig sind. Ansonsten bist du frei in deiner Auswahl.

Einige Vorschläge:

Fragefeld – Antwortfeld
Definition eines Wortes – Wort
Wort in der Muttersprache – Wort in der Fremdsprache
Wort in der Fremdsprache – Wort in der Muttersprache
deutsche Verbform wie „ich lese“ – Verbform in der Fremdsprache (funktioniert nur bei Sprachen, die die Wörter „ich, du …“ nicht mit übersetzen)
Verbformen in einer bestimmten Zeit, z.B. Präsens – Verbform in einer anderen Zeit, z.B. Imperfekt
Regionen – Hauptstädte
Satz mit Vokabellücke – einzusetzendes Wort

Ein Programm gibt es unter http://www.xwords-generator.de/de


5) Probiere Wortsuchrätsel aus

Diese Wortsuchrätsel kennst du sicher.

Ich hänge dir ein Beispiel hin für ein Suchrätsel für italienische Grammatikbegriffe. Hier ist der Link: Suchsel Grammatikbegriffe Italienisch Beispiel Suchsel Grammatikbegriffe Italienisch Beispiel

Du gibst auf der Internetseite deine zu suchenden Begriffe ein, bestimmst die Größe deines Rätsels und die Ausrichtung deiner Begriffe – und los geht’s.

Außerdem gibt es eine Datenbank mit Rätseln anderer Nutzer, vielleicht ist da ja auch schon etwas Passendes dabei.

Die Internetseite ist http://www.suchsel.net/


6) Apps für Handy und Tablet

Unter www.appicenter.net/overview gibt es für verschiedene Sprachen Verbkonjugations-Programme und Verbtrainer.

Ebenso gibt es Vokabel-Apps.

Ich nutze aktuell die Vokabel- und Konjugations-Apps für Spanisch und bin sehr zufrieden damit.

Die Apps sind kostenpflichtig, aktuell kosten sie jeweils knapp 4 €.

Auch Babbel bietet Apps für das Handy und auch für das Tablet an.

Außerdem gibt es für das Tablet Wortsuchrätsel- und Kreuzworträtsel-Apps kostenfrei zum Download.

Natürlich lassen sich damit dann keine Rätsel selbst erstellen, aber um Wartezeiten zu überbrücken, sind solche Rätsel ein netter Zeitvertreib.


7) Nutze auch fremdsprachige Rätselhefte

Es gibt viele Rätselhefte, in denen die Kreuzworträtsel und Suchrätsel nach Themen sortiert sind, so dass du damit sehr gut thematischen Wortschatz einüben kannst.

So trainierst du auf unterhaltsame Weise auch noch deine Rechtschreibung und hast das Gefühl, dich wirklich mit authentischem Material zu beschäftigen.

Zudem sind immer wieder Witze als Cartoons oder Texte eingestreut, so dass du auch hier immer wieder gefordert bist (egal, ob du die Witze lustig findest oder nicht).

Auch in Deutschland bzw. in deinem Land sind sicherlich in großen Buchhandlungen und an Bahnhöfen solche Rätselhefte erhältlich.


War heute etwas für dich dabei? Vielleicht gab es einige Vorschläge, auf die du selbst nicht gekommen wärst – du siehst, dass Lernen nicht nur Pauken, Vokabellisten und Stress bedeuten muss!

Zum Thema „Lernen ohne Stress“ findest du auch hier noch weitere Informationen: Keinen Stress beim Sprachenlernen

Spaß und Freude sollten immer an erster Stelle stehen.

Und wenn du weitere Vorschläge hast – nur her damit! Ich freue mich über neue Ideen.

Und lies dir auch nochmal die ersten sieben Tipps im ersten Teil durch: Vokabelschatz Teil 1

Herzliche Grüße
Christine

3 Kommentare

  1. Wie immer tolle Anregungen. Die verrücktesten Eselsbrücken funktionieren immer am besten, finde ich. Das machen wir zb auch zum Hauptstädte lernen.
    „Ein Bulle sitzt auf dem Sofa“… Na, um welches Land und Hauptstadt gehts wohl?

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