Keinen Stress beim Sprachenlernen

 

Keinen Stress beim Sprachenlernen

Fühlst du dich manchmal gestresst beim Sprachenlernen? Hast du Angst vor dem Sprechen? Dafür gibt es überhaupt keinen Grund!!!

Hier sind also erst einmal 5 grundsätzliche Tipps, um Stress beim Sprachenlernen, vor allem beim Sprechen, zu vermeiden.

1) Selbstvertrauen macht schlau – also keine Panik! Rufe dir immer wieder in Erinnerung, was du schon kannst und fokussiere dich darauf.

2) Humor ist ebenfalls ein guter Begleiter – was spricht dagegen, über einen Fehler einfach mal zu lachen?

3) Habe immer einen Zettel im Geldbeutel mit den wichtigsten „Notfallsätzen“ wie „Könnten Sie wiederholen bitte?“ oder „Ich lerne …, bitte sprechen Sie langsam.“ oder, speziell in Gegenden, in denen dir oft in Deutsch geantwortet wird: „Ich lerne …, bitte sprechen Sie diese Sprache mit mir. Vielen Dank.“ Dadurch bist du für eventuelle Probleme gewappnet und kannst stressfreier eine Unterhaltung beginnen, du weißt ja, dass du deinen Spickzettel in der Tasche hast, wenn es nicht mehr weitergeht.

4) Übe Sprechsituationen immer dann, wenn du nicht unter Stress stehst. Es ist keine gute Idee, Wegbeschreibungen einüben zu wollen, wenn du den Bahnhof suchst und dein Zug in 10 Minuten fährt. Also fragst du dann nach dem Weg, wenn du eigentlich schon weißt, wo du hinmusst, und hörst dir ganz unvoreingenommen die Antworten der Passanten an – jeder wird dir ein bisschen anders antworten, so dass du so an kostenlosen, authentischen Sprachunterricht kommst. Also frage ruhig öfters, nicht nur einmal.

Andere Möglichkeiten sind:

a) Frage nach der Uhrzeit oder wann der Kinofilm losgeht.

b) Erkundige dich nach Öffnungszeiten von Geschäften.

c) Frage auf dem Markt nach Preisen von Obst und Gemüse.

d) Erkundige dich nach Rezeptvorschlägen für bestimmte Lebensmittel.

e) Frage in Buchhandlungen nach Buchempfehlungen für Sprachlerner.

f) Bitte im Restaurant um eine Essensempfehlung oder lass dir ein Gericht von der Karte erklären.

g) Wenn in einem Café oder einer z.B. italienischen Bar nicht viel los ist, sprich den Barmann an und frage nach Ausgeh- und Freizeitmöglichkeiten oder dem Wetter.

h) Frage, wo du …. kaufen kannst.

i) Erkundige dich bei Touristeninformationen nach Museen, Theatern, Sonderveranstaltungen.

Mache solche Aufgaben davon abhängig, auf welchem Sprachniveau du dich befindest und gehe immer einen Schritt weiter. Du wirst sehen, dass du in kurzer Zeit immer mutiger wirst und die Angst vor dem Sprechen nach und nach verlieren wirst.

Durch diese Übungen machst du dir keinen unnötigen Stress, weil du dich im Laufe der Zeit an das Sprechen gewöhnst. Und ganz ehrlich: Was soll denn schon passieren? Das Schlimmste ist, dass der Andere dich nicht versteht oder nicht mit dir reden will – dann suchst du dir eben jemand Anderen. Zudem sind im Allgemeinen Muttersprachler sehr aufgeschlossen Ausländern gegenüber, die die Sprache lernen, zumindest habe ich diese Erfahrung bisher immer im Ausland gemacht. Und wenn dann wirklich mal das dringende Problem auftritt „Wo ist der Bahnhof?“, dann bist du besser gewappnet, auch wenn dein Zug schon in 10 Minuten fährt …

5) Du kennst niemanden, mit dem du sprechen kannst? Dann sprich mit dir selbst (oder deinem Hund oder deiner Katze), dann brauchst du überhaupt keine Ablehnung zu fürchten. Es ist wichtig, dass man sich daran gewöhnt zu sprechen, egal mit wem. Zumindest ist das meine Meinung – auch Texte/Dialoge laut vorlesen hilft, dabei bleiben auch immer ein paar Vokabeln, Grammatikstrukturen oder Redewendungen hängen.

Also, probier einfach aus, was dir guttut, was du dir zutraust und was dich anspricht. Wenn du dazu weitere Vorschläge hast, ich freue mich über Kommentare!

Viel Spaß dabei,

herzliche Grüße

Christine

8 Kommentare

  1. Christine,
    wie du gesagt hast, das Talent macht beim Sprachlernen nicht viel aus.
    Was wichtig ist, ist der Fleiß. Der tägliche Fleiß.
    Viele Grüße
    Stefano

  2. Ein guter Text :), aber was mir am meisten am Sprachenlernen stoert, ist Stress, der ich nur teilweise abbauen kann. Obwohl ich Deutschsprache ganz gut kenne, in der Deutschsprache gut auskenne, habe ich Probleme um selbstbewusst zu sein. Es ist ein grosses Problem fuer mich persoenlich.
    Kann ich Ihnen um ein paar Ratschlaege bitten.

  3. Pancho Gora

    22/03/2016 at 21:17

    Ganz guter Text. Kann ich Sie um ein paar Ratschlaege bitten, was soll ich machen um Stress zu verringen. Er stoert mir sehr beim Deutschlernen und besonders Sprechen.

  4. Hallo Christine,

    ich habe die Erfahrung gemacht, dass man je besser man wird auch mehr Selbstvertrauen bekommt.
    Hat man diesen gewissen Schwellwert erreicht, geht es fast von alleine.
    Mein pers. Problem ist vielmehr das fehlende Talent.
    Es ist oft auch demotivierend wie schnell manche die Materie aufnehmen können.
    Von der fehlenden Zeit die mir zum Lernen bleibt mal abgesehen. 🙂

    Ich habe bisher alle Beiträge verfolgt und finde die Idee mit dem Blog super!

    MfG,
    Jan

    • Hallo Jan,
      das Talent macht meiner Meinung nach höchstens 10% aus. Klar gibt es eine gewisse Sprachbegabung, aber man macht doch vieles mit Fleiß und vor allem mit Freude, Spaß und Motivation wett. Man muss nicht alles perfekt können – und jeder hat andere Talente und Fähigkeiten! Bekommst du in Italien das, was du haben willst? Ja? Das ist doch die Hauptsache!
      Und ein Hinweis noch von mir: Vergleiche dich nie mit anderen (höchstens mit denen, die nicht lernen …)! Ich gehe z.B. sehr gerne laufen, bin aber absolut talentfrei (wirklich!) und bin wahnsinnig langsam, aber mit viel Spaß an der Sache unterwegs. Wenn ich mich jetzt mit den besten Läufern und sogar mit den Durchschnittsläufern vergleichen würde, wäre ich frustriert – bin ich aber nicht, denn ich vergleiche mich immer mit den Leuten, die gar nicht laufen. Dann geht es mir gut und ich kann ab und zu sogar stolz sein, nämlich dann, wenn ich meine Laufkilometer geschafft habe.
      Danke für das Kompliment zum Blog! So etwas freut mich immer sehr.
      Denke immer daran, dass du die Sprache aus Spaß lernst und nicht, weil du es musst. Und solange es dir Freude macht, mach einfach weiter damit. Und wenn du ein bisschen länger brauchst als deine Banknachbarin oder sonst jemand – na und???
      Herzliche Grüße
      Christine

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