Memrise – wie du damit eine Lernroutine aufbaust Teil 2

In Teil 1 dieser Miniserie habe ich dir erklärt, wie mein bevorzugtes Vokabellernsystem Memrise aufgebaut ist, wie das Programm und die App funktionieren und welche Vorteile und welche Nachteile es gibt. Außerdem gab es für dich eine kleine Hausaufgabe, nämlich auf die Internetseite von Memrise zu gehen, einen Account zu erstellen und das System auszuprobieren.

In diesem zweiten Teil des Artikels erkläre ich dir meine persönliche Lernroutine mit Memrise und mache dir Vorschläge, wie du Memrise in einen Lernplan integrieren und so für dein Sprachenlernen gewinnbringend nutzen kannst.

Wie du aus dem ersten Teil schon weißt, gibt es auf dem Memrise-Portal über 300.000 verschiedene Kurse, sodass du die Qual der Wahl hast. Nachfolgend gebe ich dir einige Beispiele, welche Kurse ich mir ausgesucht habe. Wenn du meine komplette Liste haben möchtest, hast du die Möglichkeit, mir bei Memrise zu folgen. Du findest mich unter Christine Konstantinidis

 

Wie sieht meine Lernroutine bei Memrise aus?

Aktuell lerne ich über Memrise sieben verschiedene Sprachen: Spanisch, Italienisch, Französisch, Englisch, Latein, Holländisch und Portugiesisch.

Bevor du jetzt erschrickst, möchte ich dir dazu einige nähere Informationen geben. Spanisch und Italienisch sind momentan meine beiden Hauptsprachen. In beiden Sprachen gebe ich meine Kurse selbst ein und greife nur in Spanisch auf vorgefertigte Memrise-Kurse zurück. Warum das so ist, erkläre ich dir später.

Französisch, Englisch und Latein sind Sprachen, bei denen ich nicht unbedingt viel Neues dazu lernen möchte, sondern eher das Ziel habe, mein aktuelles Wissen nicht wieder zu vergessen. Wenn dann natürlich das eine oder andere Wort zusätzlich hängenbleibt, ist das sicherlich kein Schaden.

Du fragst dich jetzt wahrscheinlich, warum Holländisch und Portugiesisch in dieser Liste stehen. Portugiesisch habe ich am 1. Januar angefangen, weil ich sehen wollte, inwieweit es mit meinen italienischen und spanischen Vorkenntnissen möglich ist, diese Sprache verhältnismäßig stressfrei zu lernen. Ich nutze dafür nur die vorgefertigten Kurse von Memrise, angefangen beim Kurs Portugiesisch 1. Inzwischen bin ich in der Mitte des Kurses Portugiesisch 2 und ich finde die Sprache schwieriger als erwartet.

Holländisch kam vor einigen Tagen dazu, weil wir uns im Juni mit unserem französischen Freund Christophe in Amsterdam treffen werden (wir treffen uns jedes Jahr in einer anderen Stadt, letztes Jahr war das in Berlin, davor in Lille, davor in Hamburg und davor in Paris). Ich finde es schön, in ein Land zu reisen und wenigstens die Grundzüge der Sprache zu beherrschen. Das bedeutet nicht, dass ich Diskussionen über Politik führen können muss, aber so Wörter wie „Guten Tag“, „Auf Wiedersehen“, „Danke“ und „Bitte“ finde ich wichtig.

Normalerweise erledige ich mein tägliches Vokabelpensum morgens nach dem Aufstehen. Im Allgemeinen fange ich gegen 7:00 Uhr mit der Vokabelwiederholung an, ich brauche täglich dafür zwischen 20 und 45 Minuten. Wenn viele Wiederholungsphasen zusammenfallen, dauert es auch ab und zu ein bisschen länger. Das ist grundsätzlich kein Problem, denn ich habe eine etwas eigenwillige Strategie.

 

Meine Strategie

Bei Memrise gibt es verschiedene Abfragemodalitäten. Der blaue Kreis bedeutet „Klassische Abfrage“. Wenn also in meinen laufenden Kursen – das sind die Kurse, die noch nicht als abgeschlossen markiert sind – Vokabeln in diesem blauen Kreis als fällig markiert sind, werden diese immer zuerst, also mit oberster Priorität, wiederholt. Ich habe mir für alle laufenden Kurse ein Tagesziel von jeweils 1500 Punkten eingestellt, das entspricht in etwa 10-12 gewussten Wörtern. Wenn also bei diesem blauen Button beispielsweise 15 Wörter zu wiederholen sind, ich alle Vokabeln weiß und schon die 1500 Punkte erreiche, lerne ich in diesem Kurs normalerweise nicht mehr weiter. Wenn die 1500 Punkten nicht erreicht sind, schließt sich die Lerneinheit unter dem grünen Kreis „Weiterlernen“ an. Hier befinden sich neue Vokabeln und man kann hier einstellen, ob pro Durchgang 5, 10 oder noch mehr Vokabeln eingeführt werden.

Bei den Grundkursen, die ich in Spanisch, Portugiesisch und Holländisch belegt habe, gibt es noch die Rubrik „Einheimische“. Das ist eine ganz tolle Rubrik, denn hier befinden sich die Videos mit den Einheimischen. Es wurden nämlich Einheimische, also Muttersprachler, beim Sprechen der jeweiligen Sätze gefilmt und in diesen Kurs mit eingebaut. Manche Einheimische habe ich schon richtig liebgewonnen.

 

Meine laufenden Kurse

Nach dieser Strategie verfahre ich mit allen laufenden Kursen. Momentan sind das bei mir die Kurse:

  • Dutch 1
  • Portuguese 2
  • Spanish 3
  • Abiturtraining Englisch
  • Cambridge Objective Proficiency C2
  • Italienischvokabeln Oberstufe (meine eigenen Vokabeln)
  • Spanischvokabeln Christine (meine eigenen Vokabeln)
  • Latein Campus Komplettkurs Lektion 1 bis 104 (selbst eingegeben)
  • Advanced English C1, C2
  • Französisch 3

 

Meine abgeschlossenen Kurse

Außerdem habe ich schon 28 abgeschlossene Kurse. Bei diesen Kursen kommen also keine neuen Vokabeln mehr dazu, sondern es passiert nur ab und zu – bei manchen Kursen häufiger, bei anderen Kursen nicht so oft –, dass ich Vokabeln unter „Klassische Abfrage“ wiederholen muss. Und hier kommt jetzt meine etwas eigenwillige Strategie: An Tagen, an denen ich nicht viel Zeit habe, lasse ich diese abgeschlossenen Kurse komplett weg. Diese werden nur an Tagen aufgearbeitet, an denen es meine Zeit erlaubt. Ich hebe mir diese Vokabeln meistens für längere Autofahrten auf. Wenn ich nämlich mit meinem Mann unterwegs bin, fährt meistens er. Dann habe ich Zeit, auf dem Beifahrersitz meine Vokabeln abzuarbeiten. Da ich zahlendes Premiummitglied von Memrise bin, kann ich die Smartphone-App auch offline nutzen.

 

Was passiert, wenn ich keine Zeit habe?

Natürlich passiert es auch manchmal, dass ich früh am Morgen keine Zeit habe, alle Kurse abzuarbeiten. Dann mache ich nur einen Teil davon und kümmere mich um den Rest im Lauf des Tages. Ab und zu passiert es auch, dass ich abends um 10:00 Uhr und um 11:00 Uhr noch die letzten Vokabelabfragen erledige. Memrise hat nämlich eine interessante Zusatzfunktion: Es wird dir angezeigt, an wie vielen Tagen du im jeweiligen Kurs ohne Unterbrechung dein Tagesziel erreicht hast. Bei meinem Italienischkurs, und das ist mein Rekord momentan, stehe ich bei 312 Tagen. Es wäre schade, wenn dieser Lauf unterbrochen werden würde und ich wieder bei Null anfangen müsste, nur weil ich einen Tag keine Lust zum Vokabellernen hatte. Daher ist mein Grundsatz: Ich gehe nie ins Bett, ohne dass die Vokabeln abgearbeitet sind. Da ich das jeden Tag so halte, hört es sich schlimmer an, als es tatsächlich ist.

 

Woher kommen die eigenen Vokabellisten?

Ich gebe momentan drei eigene Kurse in Memrise ein.

 

Der Lateinkurs

Die Vokabeln aus dem Lateinkurs stammen aus dem Lehrbuch für das bayerische Gymnasium. Es gibt zwar auch schon entsprechende Kurse bei Memrise, diese sind mir aber zu stark nach Lektionen unterteilt und außerdem enthalten die Vokabeln Fehler. Daher ist es für mich einfacher, die Vokabeln schnell noch mal einzugeben und sie nach meinem System zu organisieren. So kann ich auch, wenn ich einen Fehler entdecke, ihn selbst ausbessern. Das können nämlich nur die Administratoren des Kurses.

Der Italienischkurs

Meine Vokabeln für den Italienischkurs stammen aus komplett unterschiedlichen Quellen, beispielsweise aus meinem Unterricht, aus Büchern und Zeitungen, aus Unterhaltungen mit Sprach- und anderen Freunden und aus Wörterbüchern. Der Zanichelli, das Gegenstück zum Pons in Italien, bietet immer das Wort des Tages mit verschiedenen Wortverbindungen als Newsletter an. Auch das gebe ich mir, wenn mir das Wort interessant erscheint, in den Italienischkurs ein.

Der Spanischkurs

Bei meinem Spanischkurs sieht es anders aus – dort stammen die Vokabeln fast ausschließlich aus den Gesprächen, Skype- und WhatsApp-Nachrichten meiner Sprachfreunde. Wenn wir nämlich über Skype sprechen, Sprachnachrichten oder normale Nachrichten über WhatsApp oder E-Mails verschicken, wird gegenseitig korrigiert. Diese Korrekturen fließen bei mir in den Spanischkurs. Es ist erstaunlich, wie viel da im Laufe der Zeit zusammenkommt. Ebenso erstaunlich ist, wie viele Doppeleinträge enthalten sind. Das bedeutet nämlich, dass ich manche Fehler immer und immer wieder mache.

 

Warum ich die spanischen Anfängerkurse belegt habe

Mein Mann lernt ebenfalls Spanisch über Memrise. Als wir nämlich letztes Jahr im September meinen spanischen Sprachfreund Carlos in Valencia besucht haben, hat sich mein Mann mit Carlos‘ Vater angefreundet. Seitdem lernt er über Memrise täglich seine Portion Spanisch und ist inzwischen im fünften Kurs. Natürlich hat er immer wieder sprachliche Fragen: Warum hat dieses Wort ein -a am Ende? Wie ist die Du-Form von „comer“? Wann sage ich eigentlich „disculpe“ und wann „lo siento“? Daher ist es für mich wichtig zu wissen, was er schon gelernt hat. Und nicht nur das: Wenn wir gemeinsam im Auto unterwegs sind (und ich nicht gerade meine Vokabeln abarbeite), frage ich ihn häufig spanische Lerninhalte ab. Auch hierfür ist es gut zu wissen, was er schon gelernt hat, um Diskussionen wie „Das war in meinem Kurs noch gar nicht dran“ aus dem Weg zu gehen. Ich weiß, diese Abfragen sind wieder mein typisches Lehrergen, aber ich glaube, ihm hilft es ganz gut.

 

Deine Lernroutine

Deine Lernroutine könnte jetzt so aussehen: Du suchst dir bei Memrise einen oder auch mehrere passende Kurse aus und stellst dir dein Tagesziel erst einmal jeweils auf 1500 Punkte. Das entspricht einer durchschnittlichen Lernzeit von etwa 5 Minuten pro Kurs. Wenn dir das zu wenig ist, kannst du es immer noch erhöhen oder zwei oder drei Lerndurchgänge hintereinander abarbeiten. Beachte dabei aber, dass im Laufe der Zeit alle gelernten Wörter immer wieder zur Wiederholung vorgelegt werden und du an manchen Tagen relativ viele Wörter, an anderen Tagen nicht so viele Wörter zu wiederholen hast. Die Devise lautet also: Lieber jeden Tag ein kleines bisschen lernen als einmal in der Woche ganz viel. Achte darauf, dass dein Lernlauf nicht unterbrochen wird.

Du hast dir den passenden Kurs ausgesucht? Wunderbar, dann lege fest, wann du lernen möchtest. Am besten planst du dir die Einheit täglich so früh wie möglich ein, denn dann kommt am wenigsten dazwischen. Du kannst auch eine feste Uhrzeit festlegen oder einen Triggerpunkt setzen.

 

Triggerpunkte könnten sein:

  • direkt vor dem Frühstück
  • in der Mittagspause
  • nach der Arbeit
  • wenn dein Computer eingeschaltet wird
  • kurz vor dem Nachmittagskaffee

Dir fällt bestimmt noch mehr ein.

Wenn es dir schwerfällt, diese Lernroutine einzuhalten, dann schreibe dir den Termin in deinen Kalender oder lasse dich von deinem Smartphone per Weckfunktion daran erinnern. Jetzt weißt du auch, warum ich gesagt habe, 1500 Punkte sind für den Anfang genug. 5 Minuten pro Tag summieren sich nämlich im Laufe der Zeit auch. Und 5 Minuten pro Tag solltest auch du im Laufe deiner Tagesgeschäfte hinbekommen, oder?

 

Der große Memrise-Vorteil

Memrise hat nämlich den Vorteil, dass du immer und überall lernen kannst. Du kannst prinzipiell sogar, wenn du an der Supermarktkasse ein paar Minuten warten musst, zehn Vokabeln wiederholen. Du holst deine Kinder öfter von der Schule ab? Dann sitzt du bestimmt einige Minuten im Auto, um auf sie zu warten. Das ist die ideale Zeit, um das Vokabeltraining zu absolvieren. Mein Mann nutzt häufig sogar die Werbepausen beim Fernsehen. Er schaltet dann den Ton auf lautlos, arbeitet ein paar Minuten an seinen Vokabeln und widmet sich danach wieder seiner Fernsehsendung. Natürlich ist es immer eine Frage der Konzentration – probiere also selbst aus, was dir guttut und was dich sprachlich weiterbringt.

 

Ein kleiner Tipp noch

Wenn du Organisationsprogramme wie zum Beispiel Trello nutzt, kannst du dich auch in diesem Programm an dein tägliches Lernen erinnern lassen. Ich persönlich habe in Trello eine tägliche Erinnerung mit der Verknüpfung über “If This Then That“ erstellt –  täglich um 7:00 Uhr früh wird das Kärtchen „Memrise Vokabeln lernen“ in meinem Trello-Board in meiner To-Do-Liste des aktuellen Tages eingestellt. So stelle ich sicher, dass die Vokabeln bei mir die Wichtigkeit erhalten, die sie verdienen, und dass ich sie nicht im Laufe des Tages wieder über all den anderen Aufgaben vergesse zu lernen.

 

Was du jetzt tun sollst

Suche dir einen passenden Memrise Kurs aus und stelle dir das Tagesziel ein. Entscheide dich für deine persönliche Lernroutine und fange an zu lernen. Wie viele Tage schaffst du es, ohne Unterbrechung an diesem Kurs zu lernen?

Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, kannst du dich auch gerne über Memrise mit mir vernetzen. Du siehst dann, welche Kurse ich nutze und kannst, sofern die Kurse öffentlich sind, diese auch für dich verwenden. Einige meiner Italienischkurs-Teilnehmer nutzen zum Beispiel auch meinen Italienischkurs, den ich über Memrise eingebe. Außerdem siehst du, wie viel ich gelernt habe (und ob überhaupt) – und ich kann auch sehen, womit du dich sprachlich beschäftigst. Das ist häufig eine große Motivation, die du für dich nutzen solltest und hat nichts mit Überwachung oder Kontrolle zu tun.

 

Viel Spaß beim Lernen! Ich freue mich, wenn du mir in den Kommentaren deine Lernroutine vorstellst und mir erzählt, welche Kurse du belegst. Vernetze dich über Memrise mit mir und berichte mir gerne von deinen Erfolgen!

 

Lust auf weitere Lerntipps?

Dann empfehle ich dir mein Buch! Auf insgesamt 372 findest du dort Tipps und Tricks rund um das Thema Sprachenlernen und Organisation und stellst bald fest, dass es großen Spaß macht, eine Sprache zu lernen. Die Tipps wurden jahrzehntelang erprobt, teils von mir selbst, teils von und an Schülern und Kursteilnehmern von mir! Und du kannst mir glauben, mit Feedback wurde nicht gespart!

Du wirst also schnell das Pauken vergessen, du wirst merken, dass das schulische Lernen nicht alles ist. Viel wichtiger ist die Anwendung der Sprache! Integriere sie in deinen Alltag, lebe in ihr, bade in ihr! Vergiss wenigstens zeitenweise die Grammatikregeln und tauche ein in die Kulturen, die Betrachtungsweisen, die Gestik, die Freundschaften, die Musik und nicht zuletzt in die kulinarischen Spezialitäten. Lernen mit allen Sinnen ist das Motto.

Das Buch eignet sich für Anfänger und für Fortgeschrittene, es ist in deutscher Sprache und somit sprachenunabhängig geschrieben. Die Tipps sind prinzipiell auf alle modernen Sprachen übertragbar. Selbst für ältere Schüler ist es schon geeignet, sofern sie ein bisschen Selbstverantwortung für ihr Lernen übernehmen möchten.

Du wirst auch bei Zeitmangel, bei vermeintlich fehlendem Talent oder anderen Widrigkeiten und Problemen besser in der Lage sein, eine Sprache erfolgreich und zielgerichtet zu lernen. Und das Beste: Es macht auch noch Spaß!

Freue dich also Tag für Tag an deinen Erfolgen und lerne nach der für dich perfekten Methode!

Übrigens: Als Taschenbuch gibt es das Buch übrigens nicht nur auf Amazon, sondern auch auf anderen Portalen und in jeder Buchhandlung.

Hier ist der Link:   “Sprachen lernen – Tolle Tipps und Tricks” bei Amazon

13 Kommentare

  1. Kirstin Hintz

    02/07/2018 at 16:38

    Hallo Christine,
    vielen Dank für deine tollen Tipps.
    Gibt es eine Möglichkeit beendete Levels zu löschen und dann neu zu bearbeiten.
    Viele Grüße
    Kirstin

    • Christine

      03/07/2018 at 16:19

      Hallo Kirstin,

      es gibt die Möglichkeit, den kompletten Kurs nochmal neu zu beginnen. Bei den Levels geht das nicht.

      Viele Grüße
      Christine

  2. Liebe Christine,

    vielen Dank für deine ausführliche und verständliche Erklärung. Ich habe es geschafft, ich kann meine eigenen Vokabeln per Handy laden. Super!

    Liebe Grüße
    Katrin

  3. Hallo Christine,

    schön, dass jemand meine Leidenschaft für Memrise teil. Habe mich gefreut, als ich deine Seite gefunden habe. Ich bin erst jetzt dahin gekommen, dass es notwendig wird, eigene Kurse anzulegen. Ich würde diese gern auch auf dem Handy lernen, aber bisher finde ich sie nicht in der App. Muss ich irgendetwas freischalten, damit die Kurse öffentlich werden und ich sie in der App finde?

    Liebe Grüße
    Katrin

    • Christine

      06/05/2017 at 12:55

      Hallo Katrin,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Um deinen Kurs öffentlich zu machen, klickst du (in der Anwendung auf dem Computer) auf den Namen des Kurses, dann auf „Kurs bearbeiten“, dann auf „Details“. Es öffnet sich ein Feld (rechts oben), das vermutlich bei dir auf „incomplete“ oder „unvollständig“ steht. Das kannst du dann auf „öffentlich“ ändern – das solltest du aber nur machen, wenn du damit einverstanden bist, dass auch andere Memrise-Nutzer deinen Kurs nutzen dürfen.

      Mit der App hat das erst einmal nichts zu tun. Vielmehr musst du in der App deine Kurse aktualisieren. Klicke dazu auf das App-Symbol. Dann müsstest du eigentlich deinen Kurs sehen. Wenn du ihn dann bearbeitet hast (und er sich in der App aktualisieren soll), klickst du auf das graue Häkchen rechts oben (das geht nur, wenn du Premium-Mitglied bist). Dann wird der Kurs heruntergeladen und du kannst auch ohne Internetverbindung lernen.

      Wenn du dann am Computer weitere Vokabeln eingibst, dann solltest du dieses graue Häkchen von Zeit zu Zeit anklicken, diesen „Offline-Modus für diesen Kurs“ deaktivieren (Ja klicken) und nochmal auf das graue Häkchen klicken, damit der aktuelle Stand neu gespeichert wird.

      Ich hoffe, diese Erklärung war einigermaßen verständlich. Falls du noch Fragen hast, melde dich gerne!
      Viele Grüße und viel Spaß beim Memrise-Lernen! Welche Kurse gibst du ein? Welche Sprachen lernst du damit?
      Christine

  4. Leda Lajewski

    27/04/2017 at 19:19

    Hallo Christine! Ich habe gelesen, dass du gerade Portugiesisch lernst und die Sprache schwieriger ist als erwartet. Ich bin Portugiesisch Lehrerin (Brasilianisches Pt) und mich würde es interessieren, wieso du die Sprache schwierig findest?

    Liebe Grüße.
    Leda

    • Christine

      27/04/2017 at 22:36

      Hallo Leda,
      ich finde vor allem die Aussprache sehr schwierig. Ich glaube aber, dass das brasilianische Portugiesisch von der Aussprache her einfacher ist als die portugiesische Variante. Aber mein Memrise-Kurs lehrt die portugiesische Aussprache, und da sind etliche Zungenbrecher dabei. Und ich dachte vorher ganz naiv: Wenn ich Spanisch spreche, ist Portugiesisch kein Problem. Aber ich bleibe tapfer dabei!

      Viele Grüße
      Christine

      • Leda Lajewski

        28/04/2017 at 08:50

        Hallo Christine,

        das kann ich gut verstehen. Die Aussprache ist echt nicht so einfach. Meine TN, die schon Spanisch sprechen, haben Schwierigkeiten mit der Aussprache. Und du hast Recht, das brasilianische PT ist von der Aussprache her einfacher als das europäische PT. Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und würde mich freuen von deinen Fortschritten beim Lernen zu hören.
        Liebe Grüße,
        Leda.

  5. Hallo Christine!
    Mit Vokabeln hab ich es nicht immer leicht. Es gibt Vokabeln, die sich ähneln und ich komme einfach damit nicht klar. Ich versuche jedes mal diese auswendig zu lernen und vergesse sie wieder. Oftmals kenne ich sogar die Seite des bestimmtem Vokabel, aber sie zu merken funktioniert nicht immer. Hätten sie einen Tipp für mich. Ich versuche auch irgendwie solche Vokabeln in Verbindung zu bringen.
    Viele Grüße Waleri

    • Christine

      19/04/2017 at 23:55

      Hallo Waleri,

      bei mir gibt es auch solche Vokabeln. Ich wende dann zwei Tricks an:
      1) Ich schreibe diese Vokabeln in einen sogenannten Wissensblock und liste sie so extra auf. So stelle ich sicher, mir nicht nur die Position im Lehrbuch zu merken. Über meinen Wissensblock gibt es in den nächsten Wochen einen gesonderten Artikel. Heute nur so viel: Mein Wissensblock ist ein kleiner DIN A 6 Ringbuch-Block, auf dem für mich relevante Lerninhalte eingetragen sind.
      2) Ich schreibe mir mit den „Verwechsel-„Wörtern sehr viele Beispielsätze auf. Da ich Tandempartner in allen meinen Lernsprachen habe, lasse ich mir diese Beispielsätze durchkorrigieren, um sicherzustellen, dass ich die korrekte Variante aufgeschrieben habe. Durch diese Anwendung im Kontext fällt es mir wesentlich leichter, die Vokabeln zu behalten.
      Ein weiterer Tipp ist noch, leicht verwechselbare Wörter, zum Beispiel im Spanischen „dejar“, „quedar“, „quejarse“ usw., getrennt zu üben. Diese Wörter stelle ich also nicht gegenüber, sondern komplett voneinander getrennt.

      Ich hoffe, das hilft Ihnen schon einmal weiter.
      Viele Grüße
      Christine

  6. Hallo Christine! Möchte gerne zu “ Lust auf weitere Lerntipps“ etwas sagen. Ich empfinde es auch so, dass man Sprache oder Sprachen leben sollte. Wenn man eine Sprache beherrschen möchte, sollte man sie intensiv einsetzen. Tut man dies, öffnen sich weitere Türen. Tipps, die Sie geben, sind in der Tat aus Erfahrung emporgegangen. Täglich versuche ich mindestens ein paar Stunden mit meinen Kollegen etwas auf englisch zu reden. Zwar verstehen sie nicht viel, dennoch erinnern sie sich an die Basics, die sie vor Jahren mal gelernt haben. Es macht richtig Spaß! Mein Fazit: Sprachen sollten gelebt werden! Man merkt auch oft, dass man etwas dazu lernt, selbst wenn man die jeweilige Sprache gut beherrscht.
    Gruß Waleri

    • Christine

      17/04/2017 at 13:46

      Hallo Waleri,
      da haben Sie vollkommen recht. Auch meiner Meinung nach sollten Sprachen gelebt werden. „In-der-Sprache-Baden“ nenne ich das gerne – und das bedeutet nicht: Ich gehe eine Stunde in einen Sprachkurs und stelle dann meine Tasche eine Woche lang in eine Ecke. Vielmehr bedeutet es, in der Sprache zu Hause zu sein, sie zu leben, sie in den Alltag zu integrieren. Und auch als Könner lernt man noch etwas dazu.
      Viele Grüße
      Christine

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